Viele Probleme beim Fräsen entstehen nicht durch ungeeignete Werkzeuge oder falsche Schnittdaten, sondern durch eine unzureichende Spanabfuhr.
Verbleiben Späne in der Bearbeitungszone, können sie erneut zwischen Werkzeug und Werkstück gelangen. Dies führt zu höherem Werkzeugverschleiß, schlechteren Oberflächen und im schlimmsten Fall zu Werkzeugbruch.
Eine optimierte Spanabfuhr trägt wesentlich zur Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit moderner Fräsprozesse bei.
Während des Fräsprozesses wird Material in Form von Spänen vom Werkstück getrennt. Idealerweise verlassen diese Späne die Bearbeitungszone unmittelbar nach ihrer Entstehung. In der Praxis ist dies jedoch nicht immer der Fall.
Besonders bei modernen CNC-Bearbeitungszentren mit hohen Vorschüben und großen Materialabtragsraten entstehen innerhalb kurzer Zeit erhebliche Spanmengen. Können diese nicht zuverlässig abgeführt werden, kommt es zu Spanansammlungen.
Kritische Situationen entstehen insbesondere bei:
In diesen Bereichen besitzen Späne nur begrenzte Möglichkeiten, die Bearbeitungszone zu verlassen.
Viele Anwender betrachten Späne lediglich als Nebenprodukt des Bearbeitungsprozesses. Tatsächlich können aufgestaute Späne erhebliche negative Auswirkungen auf die gesamte Fertigung haben.
Verbleiben Späne im Eingriffsbereich, werden sie erneut zwischen Werkzeug und Werkstück eingeklemmt.
Dadurch entstehen:
Wird ein Span mehrfach zerspant, steigt die Belastung der Schneidkante deutlich an.
Typische Folgen:
Zwischen Werkzeug und Werkstück eingeklemmte Späne wirken wie Schleifkörper.
Dadurch entstehen:
Im schlimmsten Fall führt ein massiver Spanstau zu plötzlichen Belastungsspitzen und zum Bruch des Werkzeugs.
Nicht jeder Werkstoff verhält sich gleich.